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Taxi-Unternehmer müssen auf Kreistag warten

Foto: pixabay.com
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Die hohen Preise für Diesel und Benzin haben Lkw-Fahrer und Spediteure schon zu Protestaktionen getrieben. Gefordert wird eine finanzielle Entlastung von der Regierung. Ob das nun beschlossene Entlastungspaket Wirkung zeigt und die Preise an den Tankstellen am 1. Juni tatsächlich fallen, ist ungewiss. Deshalb haben sich mehrere Unternehmen an Jens Hentschel-Thöricht, Kreisrat der LINKEN gewandt.

 

Hentschel-Thöricht: Die Taxi-Unternehmer sind mit der Inflationsrate, der Erhöhung des Mindestlohnes, gestiegenen Kraftstoffpreisen und den Kosten für neue Fahrzeuge besonders betroffen.

 

Auch Corona hinterließ Spuren. Man müsse wissen, dass die Geschäftsstruktur von Taxi-Firmen im ländlichen Raum anders ist, als jene der Betriebe in großen Städten. Die Unternehmen sind schon lange quer subventioniert. Neben den normalen Kundenfahrten sind Schülerbeförderung und Krankenfahrten essenziell. Die Umsätze gingen während der Pandemie um bis zu 30 Prozent zurück. Kurzarbeit war lange an der Tagesordnung, manche Unternehmen mussten sich von Mitarbeitern trennen. Deshalb wandte sich der Zittauer Kreisrat bereits am 8. März an Landrat Lange (CDU). Erst auf erneute Nachfrage informierte das Kreistagsbüro am 23. Mai 2022, dass die Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Beförderungsbedingungen für den Verkehr mit Taxen am 15. Juni 2022 im Kreistag behandelt wird.

 

„Es wird dringend Zeit auf die aktuellen Herausforderungen im Taxi-Gewerbe zu reagieren“, so Hentschel-Thöricht abschließend.