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Der Farbenkrieg und die deutsche Geschichte

Foto: pixabay.com
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Donnerstag, 28.04.2022, 17 Uhr

Vortrag: Schwarz-Rot-Gold vs. Schwarz-Weiß-Rot. Eine deutsche Konfliktgeschichte 

Prof. Dr. Mike Schmeitzner

Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster  

 

In verschiedenen Regionen Sachsens und Deutschlands tauchen vermehrt schwarz-weiß-rote Fahnen auf. Zumeist passiert dies auf Kundgebungen oder Demonstrationen. Doch wofür stehen diese Farben? Was verbindet dieses Symbol mit der deutschen Geschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert? Der Dresdner Historiker Prof. Dr. Mike Schmeitzner geht diesen Fragen am Donnerstag, den 28. April, 17 Uhr im Kulturhistorischen Museum Zittau nach und wird das Bild einer deutschen Konfliktgeschichte zeichnen, die spätestens 1871 ihren Ausgang nahm, als das neu gegründete deutsche Kaiserreich auf die populären und bereits 1848 eingeführten Farben Schwarz-Rot-Gold zugunsten der Farben Schwarz-Weiß-Rot verzichtete. Die Weimarer Republik und die beiden deutschen Staaten knüpften dagegen ganz bewusst an Schwarz-Rot-Gold wieder an. Die NS-Diktatur hatte sich gleich in doppelter Hinsicht auf Schwarz-Weiß-Rot festgelegt. Wie man sieht, liegt diesem „Farbenkrieg“ eine fundamentalere Auseinandersetzung zugrunde. Unser Referent wird auch auf diese unterschiedlichen Wertvorstellungen eingehen, wenn er jenen „Farbenkrieg“ beschreibt. Und er wird verdeutlichen, warum die Farben Schwarz-Rot-Gold für die deutsche (Freiheits-)Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts eine so zentrale Bedeutung haben und warum sie für unser heutiges demokratisches Gemeinwesen so wichtig sind.