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Lebenserwartung und Geburtenverhalten in Sachsen nähern sich Bundesdurchschnitt an

Foto: pixabay.com
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Sowohl beim Geburtenverhalten als auch bei der Lebenserwartung wurde in den letzten 31 Jahren nach der deutschen Einheit eine Annäherung erreicht. 

 

Die Lebenserwartung Neugeborener ist in Sachsen im Vergleich zu 1993/1995 auf 77,85 Jahre für Männer und 83,83 Jahre für Frauen angestiegen. Die Werte haben sich gegenüber dem Bundesdurchschnitt ebenfalls angeglichen und liegen aktuell bei Männern leicht unter und bei Frauen leicht über dem Bundesdurchschnitt. Gegenüber 1993/1995 stieg die Lebenserwartung in Sachsen bei Männern um rund 6 Jahre und für Frauen um rund 5 Jahre.

 

Von 2006 bis 2019 lag die Kinderzahl pro Frau für Sachsen über dem Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2020 brachte in Deutschland eine Frau im Alter von 15 bis unter 50 Jahren im Durchschnitt 1,53 Kinder zur Welt. In Sachsen waren es mit 1,54 Kindern je Frau etwa gleich viele. Auch das Durchschnittsalter der sächsischen Mütter bei der Geburt des ersten Kindes (27,6 im Jahr 2009) hat sich dem Bundesdurchschnitt angenähert. Im Jahr 2020 lag es bei 29,7 Jahren (Bundesdurchschnitt 30,2 Jahre).

 

Zum 31. Dezember 2020 zählte der Freistaat 4 056 941 Einwohnerinnen und Einwohner. Wie das Statistische Landesamt zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober mitteilt, entspricht dies 4,9 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands (83 155 031). Im Vergleich dazu wies der Freistaat im Jahr 1990 mit 4 764 301 Personen noch einen Anteil von 6,0 Prozent an der gesamtdeutschen Bevölkerung auf.

 

Somit hat sich die Bevölkerung Sachsens zwischen 1990 und 2020 um 707 360 Personen bzw. 14,8 Prozent reduziert. Während die deutsche Bevölkerung rückläufig war, stieg der Ausländeranteil von 1,1 Prozent 1990 auf 5,3 Prozent im Jahr 2020, liegt aber immer noch 7,4 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt.

 

Quelle: Statistische Landesamt Sachsen