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Auf den Spuren alter Straßen und Burgen

 

Im Rahmen der Zittauer Ausstellung „Gemeinsam stark? Zittau und der Sechsstädtebund“  führen zwei Exkursionen zu Burgruinen der Umgebung. So geht es am Samstag, den 2.10., zur 1352 zerstörten Burg Körse nach Kirschau und am  Samstag, den 16.10., auf den Spuren alter Straßen und Burgen zum Karlsfried im Zittauer Gebirge.

 

Samstag | 2.10. | 10 Uhr

Exkursion: Die Burgruine Körse in Kirschau

Über den Häusern von Kirschau, südlich von Bautzen, heute Schirgiswalde-Kirschau, erhebt sich der Schlossberg, der die Ruinen der Burg Körse trägt. Versteckt im Wald finden sich auch heute noch eindrucksvolle Mauern einer recht großen Burg. Wir wissen eigentlich fast nichts aus der Zeit der Existenz der Befestigung. Aus der Chronik des Zittauer Stadtschreiber Johannes von Guben lässt sich entnehmen: Danach im 1352 Jahr im November zog diese Stadt, gemeint ist Zittau, aus und gewann das Haus, das heißt die Körse, und zerbrach das Haus mit Hilfe anderer Städte, und Herzog Bolko von Schweidnitz war der Feldhauptmann. Bolko lebte von 1308 bis 1368. Weitere Informationen überlieferte der Zittauer Stadtschreiber nicht. In der Ausstellung „Gemeinsam stark? Zittau und der Sechsstädtebund“ im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster werden aktuell die archäologischen Funde aus der aktiven Zeit  der Burg gezeigt: zahlreiche von der Burg stammende steinernen Geschosskugeln sowie Fragmente von Waffen, Handwerksgeräten und weiteres. Die Exkursion führt nun an die historische Stätte und umfasst eine fachkundige Führung vor Ort. Treffpunkt ist 10 Uhr auf dem Parkplatz an der Burgruine Kirschau.

 

Samstag, 16.10.2021, 10 Uhr

Exkursion: Karlsfried, Hohlwege & Co. - Auf den Spuren alter Straßen und Burgen

Wo einst die Burg Karlsfried auf Befehl des Kaisers Karl IV. im 14. und 15. Jahrhundert thronte, finden sich heute versteckt die Reste eines Turms und eines kleinen Palas‘ mit viereckigem Bergfried. Zu erkennen ist auch noch der Wall, der im Tal unterhalb der Burg die entstandenen Hohlwege unpassierbar machte und auf eine Straße unmittelbar unterhalb der Burg zwang. Die Ruine Karlsfried liegt heute unscheinbar im Wald – unter der fachkundigen Führung des Archäologen Dr. Gunter Oettel geht es auf der alten Handelsstraße zu den Resten der ehemals befestigten Zollstation Ruine Karlsfried.  Dort ergänzt Dipl. Ing. Uwe Mosig vom Zittauer Geschichts- und Museumsverein, der das digitales 3D-Modell erstellte, dessen 3-D-Druck in der Ausstellung „Gemeinsam stark? Zittau und der Sechsstädtebund“ imposant thront. Start ist 10 Uhr am Wanderparkplatz Eichgraben. Für die ca. 6 Kilometer lange Strecke und Führung auf dem Karlsfried sollten etwa 3 Stunden, festes Schuhwerk und Verpflegung eingeplant werden.

 

Für beide Exkursionen ist eine telefonische Anmeldung notwendig unter 03583-554790.

 

Quelle: Städtische Museen Zittau