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Vor 20 Jahren: Tag der Sachsen in Zittau

Fotos: Mario Heinke

 

Vom 7. bis 9. September fand 2001 der „Tag der Sachsen“, das größte Volks- und Heimatfest im Freistaat Sachsen, in Zittau statt.  Seit 1992 treffen sich immer am ersten Septemberwochenende sächsische Vereine zu diesem Fest in einer sächsischen Stadt. 

 

Alle, die 2001 in Zittau dabei waren, werden sich an windige, kalte und feuchte Tage erinnern. Pausenlos fiel Regen, die fast 4000 Darsteller beim großen Festumzug am Sonntagnachmittag klapperten bei starkem Wind und zwölf Grad. Die Großveranstaltung führte zur kompletten Auslastung aller verfügbaren Hotel- und Pensionsbetten in der Region am Festwochenende und lockte zusätzlich Tausende Tagesbesucher in die Stadt.

 

Am 7. September 2001 um 17.30 Uhr eröffnete Landtagspräsident Erich Iltgen im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Professor Kurt Biedenkopf und dem Oberbürgermeister Arnd Voigt auf der Bühne Neustadt das größte Volksfest Sachsens. Es war Voigts erster Auftritt nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister im August. Neben Zittau hatten sich Freiberg und Altenberg um die Ausrichtung im Jahre 2001 beworben. Dem vorherigen Oberbürgermeister Jürgen Kloß gelang es 1999 das Kuratorium des „Tages der Sachsen“ zu überzeugen, dass Zittau erste Wahl ist.

 

Der Zuschlag löste eine Welle von Initiativen in der Region aus. Hunderte ehrenamtliche Helfer packten am Festwochenende mit an. 705 Vereine mit insgesamt 30.000 Aktiven, zahlreiche Gäste, Künstler und Medienleute mussten betreut und untergebracht werden. 330.000 Besucher sollen an dem Wochenende gezählt worden sein.

 

Der „Tag der Sachsen“ hinterließ eine steinerne Spuren in der Stadt. So wurden die Sanierung des Salzhauses, der Ausbau der Neustadt und der Görlitzer Straße, die Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes und die Sanierung der Mandaubrücke an der Goldbachstraße wegen des Festes damals beschleunigt.