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Weniger Beschäftigte in Sachsens Landwirtschaft

Foto: Holger Schué/pixabay.com
Foto: Holger Schué/pixabay.com

Nach den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 waren in den 6.500 landwirtschaftlichen Betrieben Sachsens 30.300 Personen beschäftigt, das sind 2.100 weniger als 2016. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren davon 8.000 Personen Familienarbeitskräfte, 16.700 ständige Arbeitskräfte und 5.600 Personen mit einem auf weniger als 6 Monate befristeten Arbeitsvertrag zur Überwindung zeitweiliger Arbeitsspitzen als Saisonarbeitskräfte angestellt.

 

Der Anteil der vollbeschäftigten Arbeitskräfte lag im Jahr 2020 mit 48 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2016 mit 51 Prozent. Sowohl 2020 als auch 2016 war etwa jede dritte Arbeitskraft (35 Prozent) eine Frau. Im Bundesdurchschnitt lag der Vollbeschäftigtenanteil bei 29 Prozent und 36 Prozent der Arbeitskräfte waren weiblichen Geschlechts. Der höchste Frauenanteil an den Beschäftigten wurde mit 38 Prozent in Nordrhein-Westfalen und der niedrigste mit 28 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt.

 

Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Geschäftsführer bzw. Betriebsleiter verfügten über einen Bildungsabschluss im Bereich Landwirtschaft einschließlich Garten- und Weinbau, darunter 32 Prozent über einen Studienabschluss auf diesem Fachgebiet. 83 Prozent der sächsischen Landwirtschaftsbetriebe wurden von einem Mann geleitet und in 17 Prozent der Betriebe war der Chef eine Frau.

 

Zum Vergleich: Im Jahr 2016 hatten mit 32.400 Personen 2 100 Arbeitskräfte mehr einen Arbeitsplatz in der Landwirtschaft. Die Anzahl der Familienarbeitskräfte war im Jahr 2016 um 200 Personen niedriger, aber die der ständigen Arbeitskräfte um 1.200 Personen sowie der Saisonarbeitskräfte um 1.100 Personen höher.

 

Die Landwirtschaftszählung ist die größte landwirtschaftliche Erhebung und erfasst im Abstand von zehn Jahren wichtige Daten der landwirtschaftlichen Betriebe in allen Ländern der Bundesrepublik. Die Landwirtschaftszählung 2020 erfolgte zum Stichtag 1. März 2020. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Landwirtschaft sind somit nicht in den Ergebnissen enthalten.

Quelle: Statistische Landesamt Sachsen