· 

LINKE fordert Sanierung des Ehrenfriedhofs in Hartau

 

Mit Hacken, Harken und Handschuhen beseitigten Mitglieder der LINKEN teils meterhohe Unkräuter auf dem Ehrenfriedhof Hartau. Der Weg von der Straße zum Ehrenfriedhof ist noch ungepflegt - der Rasenmäher hat es nicht geschafft. Dies soll in den kommenden Tagen nachgeholt werden, erklärte Winfried Bruns Stadtrat der LINKEN. 

 

Der Friedhof  ist Ruhestatt für 268 sowjetische Kriegsgefangene und Zivilisten. 1947 wurde der Gedenkstein eingeweiht, 1967 restauriert, mit der Eingemeindung Hartaus übernahm die Stadt die Aufgabe der Gedenkpflege. „Jetzt liegt es in den Händen der Stadt. Die Opfer zu ehren, heißt die Erinnerung wach zu halten. Das Denkmal muss schnellsten saniert werden“, so Bruns, der bereits im April einen entsprechenden Antrag eingebrachte, der keine Mehrheit im Stadtrat fand. 75 Jahre nach der Einrichtung des Friedhofes werde es Zeit die Anlage mit Einfriedung neu zu gestalten, den Gedenkstein zu restaurieren, eine Informationstafel zur Geschichte aufzustellen und die eingravierten Namen der Opfer zu erneuern, so der Linke.

 

Die meisten der sowjetischen Kriegsgefangenen waren in umliegenden Betrieben, zum Beispiel den Zittwerken, einem Außenlager des KZ Groß Rosen, aber auch in einem Baubataillon im Arbeitseinsatz gewesen und an den Entbehrungen der Gefangenschaft gestorben.Viele von ihnen wurden in die Hartauer Brüche verkippt. Bis 1946 konnten 260 Opfer geborgen und auf dem Friedhof bestattet werden.  

 

Quelle: Pressemitteilung Linke