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IHK fordert Öffnung des Einzelhandels ab 15. März

Foto: pixabay.com
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In einem Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer IHK Dresden im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie-Handelskammer im Freistaat Sachsen die flächendeckende Öffnung des Einzelhandels ab 15. März 2021. Anlass ist die anstehende Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin zur Abstimmung des weiteren Vorgehens in der Corona-Pandemie am Mittwoch.

 

Mit Auslaufen der derzeitigen Sächsischen Corona-Schutzverordnung unterliege der stationäre Einzelhandel, mit Ausnahme der von Schließung ausgenommen Bereiche der Grundversorgung, bereits seit 12 Wochen einem Öffnungsverbot. Dies sei bereits jetzt eine deutlich längere Zeitspanne, als im ersten Lockdown im Frühjahr 2020, so Hamann.

 

Die Schließung bestimmter Einzelhandelsbranchen habe die Kundenströme innerhalb der Branche verschoben. Profiteure waren die geöffneten Betriebe des Lebensmitteleinzelhandels und die Drogeriemärkte sowie der Onlinehandel, hier mit weit über 80 Prozent Amazon, schreibt der IHK-Hauptgeschäftsführer.

 

Die IHK weist darauf hin, dass mehrere Studien und auch das Robert-Koch-Institut anerkennen, dass vom Einzelhandel nur ein niedriges Infektionsrisiko und ein niedriger Anteil am Transmissionsgeschehen ausgehe, so Hamann.

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK fordert zudem gleiche Chancen für den sächsischen Einzelhandel gegenüber anderen Bundesländern, in denen trotz teilweise höherer Inzidenzzahlen bereits erste Lockerungen in Kraft treten. Auch für die anderen derzeit von Zwangsschließung betroffenen Branchen, wie dem Gastgewerbe und Teilen der Dienstleistungswirtschaft, sei eine Perspektive und die Fixierung eines Termins zur Wiedereröffnung nötig.